Eurokrise: Das Unheil, das die Troika anrichtete

“‘Dabei wurde so getan, als sei Griechenland nicht bankrott, sondern nur gerade nicht flüssig’, erklärt der Ökonom Yanis Varoufakis, der nun als Finanzminister mit den Konsequenzen kämpft. ‘In dieser Lage dem insolventesten aller Staaten den größten Kredit der Geschichte zu geben – wie drittklassige korrupte Banker –, das war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit’, empört sich Varoufakis. ‘Damit zwangen sie Griechenland in eine Verschuldung ohne Ende.’ […]

Das Gleiche wiederholte sich in Irland, Portugal, Zypern und Spanien, wenn auch in geringerem Umfang. In allen Fällen dienten die vergebenen Notkredite dazu, private Gläubiger auf Kosten der Steuerzahler von ihren Fehlinvestitionen freizukaufen. […]

Doch nirgendwo fiel die Verteilung der Lasten ungerechter aus als in Griechenland.”

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/troika-macht-ohne-kontrolle

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Why Germany must swallow this Keynesian free lunch

In conversation about Greek debt relief with Antonis Samaras, Greece’s then prime minister, Angela Merkel remarked: ‘It doesn’t sound so good in German’. Why not? Because schuld, the German word for ‘debt’, also means ‘guilt’! Until Germans revisit their history and realise how special their own circumstances have been, they will never understand why fiscal expansion by them (plus a one-off rise in wages) is now required; and why without this the Greeks can never repay their debts.”

http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/feb/24/germany-keynesian-free-lunch-greece-eurozone-inflation-fiscal-expansion

Heiner Flassbeck: Deutschland hat quantitativ mehr gesündigt als Griechenland

Griechenland hat über seine Verhältnisse gelebt, Deutschland hat unter seinen Verhältnissen gelebt. Wer hat den grösseren Fehler begangen? Eindeutig Deutschland. Gemessen an dem, was einmal vereinbart worden ist, eine europäische Währungsunion mit einem Inflationsziel von zwei Prozent. Da muss man sich mit seinen Löhnen an die Produktivität anpassen. Das hat Deutschland nach unten getan, Griechenland nach oben. Deutschland hat aber quantitativ mehr gesündigt als Griechenland.”

http://www.derbund.ch/ausland/europa/Deutschland-hat-quantitativ-mehr-gesuendigt-als-Griechenland/story/13225570

Foreign Policy: It’s time to kick Germany out of the Eurozone

Why the anchor dragging down the European economy isn’t Athens — it’s Berlin.

[…] The ‘growth’ Germany generates by funding unsustainable trade imbalances — inside and outside the eurozone — is an illusion. It is growth that is borrowed, for only a while. For Germany, and for the world, it’s a bad trade.”

https://foreignpolicy.com/2015/02/20/its-time-to-kick-germany-out-of-the-eurozone/

Fortune: Greece’s fate: In Angela Merkel’s hand?

For [economist James K.] Galbraith, the lack of coordination on the European side was shocking. […] He dismisses the idea that the Greek position is confusing. ‘I think the Europeans want to pretend to be confused, but the confusion exists in their minds, not in the Greek position.’”

http://fortune.com/2015/02/20/greece-germany-yanis-varoufakis/

Foreign Policy: Greece should not give in to Germany’s bullying

Had the Varoufakis plan been put forward by an investment banker, it would have been perceived as perfectly reasonable. Yet in the parallel universe inhabited by Germany’s Finance Minister Wolfgang Schäuble, such demands are seen as ‘irresponsible’: Greece must be bled dry to service its foreign creditors in the name of European solidarity.

https://foreignpolicy.com/2015/02/19/greece-should-not-give-in-to-germanys-bullying-euro-syriza-merkel-varoufakis/

Griechenland verdient die Unterstützung Deutschlands [Charts]

Vergleicht man Weimar in der Weltwirtschaftskrise und Griechenland heute, sieht man schnell erschreckende Ähnlichkeiten. Mehr noch: Mittlerweile ist die griechische Wirtschaft tiefer gestürzt und die Krise dauert länger als die der Weimarer Republik. […]

Um ein Viertel sind in Griechenland mittlerweile die öffentlichen Ausgaben gefallen; in Weimar bis 1932 nur um ein Fünftel. Kein Industriestaat in der Nachkriegszeit hat so sehr die Staatsausgaben gesenkt wie die Griechen. Niemand kann behaupten, die Griechen hätten nicht gespart. […]

Weimar war gegenüber den Franzosen, Briten und Amerikanern verschuldet; Griechenland heute gegenüber den übrigen Ländern der Währungsunion. Helfen wollte man den Deutschen so lange nicht, wie diese nicht hart sparten. Besonders die Franzosen mokierten sich über den vermeintlichen deutschen Schlendrian.”

http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/02/09/griechenland-verdient-die-unterstuetzung-deutschlands_8125#more-8125