Heiner Flassbeck: Warum Wissenschaftler manchmal Aktivisten sein müssen

„Wenn alle sparen, werden alle arm.

Darum geht es genau in der Euro-Krise. In der Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte der von der Politik gelenkte Staat den fatalen Fehler, in einer Situation, wo alle übrigen Sektoren einer Volkswirtschaft versuchen, weniger auszugeben, als sie einnehmen, ebenfalls eigene Sparversuche durchzuführen (Stichwort Heinrich Brüning). Eine solche Austeritätspolitik kann aber nicht gelingen, weil in der Gesamtwirtschaft logischerweise immer die Ausgaben eines Sektors die Einnahmen eines anderen sind. Versuchen alle Sektoren zu sparen, muss das Einkommen der Volkswirtschaft sinken, weil die Ersparnisse nicht mehr sinnvoll verwendet werden können und im Zuge der Rezession dann vernichtet werden. Zentrales empirisches Indiz dafür, dass die entwickelten Volkswirtschaften heute in einer solchen Lage sind, sind ein Zins von null und eine allgemeine deflationäre Tendenz.“

http://www.sueddeutsche.de/kultur/krise-in-der-eurozone-warum-wissenschaftler-manchmal-aktivisten-sein-muessen-1.2567017

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