Portugal: Streit um die Arbeitslosenzahlen

Spätestens seit 2011, als die Statistikämter der EU Arbeitslose in Fortbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nicht mehr als Arbeitslose zählen durften, werde auch in Portugal mit Arbeitslosenzahlen mehr jongliert als gearbeitet. Weil Europas Politiker niedrigere Arbeitslosenzahlen sehen wollten, gebe es nun Arbeitslose im ‘engeren’ und im ‘weiteren’ Sinn. In die Schlagzeilen kommen meist nur die ‘engeren’ Zahlen, weil sie niedriger seien. […] Die Zahl derer, die seit 2013 Beschäftigungsprogramme der Arbeitsagenturen besuchen, ist enorm gestiegen. […] Würden sie der offiziellen Zahl hinzugerechnet, wäre die wirkliche Arbeitslosenquote drei bis sechs Prozent höher gewesen. […]

Weder die rund 300.000 vor allem jungen und gut qualifizierten Portugiesen, die in den Krisenjahren auswanderten, noch Personen, die es aufgegeben haben, in den Arbeitsagenturen nach Arbeit zu fragen, seien in den Statistiken berücksichtigt. Die, sie heißen offiziell übrigens ‘entmutigte Arbeitslose’, werden nur als inaktiv erfasst und fallen offiziell nicht unter die Rubrik Arbeitslose. Ebenso Teilzeit- oder Gelegenheitsarbeiter, die eigentlich mehr arbeiten wollen und müssten.”

http://www.dw.com/de/portugal-streit-um-die-arbeitslosenzahlen/a-18390808

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