Erneut Verwirrung über das Wachstum in Griechenland [Chart]

“Die Behauptung einer ungenügenden Reformbereitschaft in Griechenland steht allerdings in klarem Widerspruch zu den Ergebnissen einer erst jüngst erschienenen Untersuchung der konservativen Industrieländerorganisation OECD, in der die Reformintensität insgesamt in den OECD-Ländern im Zeitraum 2007 bis 2014 mit Hilfe eines ‘Reform Responsiveness’-Indikators verglichen wird. Danach weist Griechenland die höchste Reformaktivität aller 30 betrachteten Länder auf und hat mithin mehr Reformen durchgeführt als die anderen Euro-Krisenländer und erst recht als Deutschland, das abgeschlagen auf Platz 24 landet (OECD 2015, S. 109). […]

Allein diese unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in den betrachteten Ländern sollte eigentlich ausreichen, um gravierende Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Austeritätspolitik in Europa aufkommen zu lassen. Und es grenzt schon fast an Realitätsverweigerung, vor diesem Hintergrund anzunehmen, dass die nochmalige Verschärfung der ‘Sparmaßnahmen’ in Griechenland im Zusammenhang mit dem dritten Hilfspaket (Rentenkürzungen, Steuererhöhungen etc.) einen positiven Effekt auf das Wachstum des Landes ausüben werde. Dennoch glauben die Verfechter eines Austeritätskurses offenbar weiterhin, dass ein radikaler Sparkurs in einer rezessiven Phase das Wirtschaftswachstum nicht abwürgt, sondern ganz im Gegenteil fördert. Wie soll dies funktionieren?

http://www.flassbeck-economics.de/verwirrung-ueber-das-wachstum-in-griechenland/

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