FR-Gastbeitrag: Deutschlands Schuld an der Eurokrise

“Die wirkliche Ursache der Eurokrise liegt in einer deutschen Wirtschaftspolitik, die imperiale Züge trägt. Von 2000 bis 2009 sanken die preisbereinigten Löhne in Deutschland um rund fünf Prozent. Die anderen Länder der Eurozone hatten hingegen Reallohnerhöhungen von um die zehn Prozent – so Frankreich, Italien und Portugal – oder höher zu verzeichnen. […]

Mit dem Sonderweg Deutschlands in Gestalt des Lohndumpings wurden die Euroländer massiv unter Druck gesetzt. Sie wurden einerseits von der Exportmaschine Deutschland überrollt. Andererseits wurde mit dem Lohndumping die Binnennachfrage in Deutschland beschnitten und damit auch die Importe aus anderen Ländern.

So stiegen die Außenhandelsüberschüsse Deutschlands beständig an. Seit dem Jahr 2000 summieren sie sich auf rund zwei Billionen Euro. Die Kehrseite dieser Überschüsse sind massive Außenhandelsdefizite in vielen Euroländern. Und diese Defizite waren und sind die Grundlage für die massive Verschuldung und damit für die Eurokrise.”

http://www.fr-online.de/gastbeitraege/wirtschaftskrise-deutschlands-schuld-an-der-eurokrise,29976308,31729098.html

Grundsätzlich argumentiert der Autor, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, aber gegen einen Grexit (“Der Ausstieg aus dem Euro, der ‘Grexit’, wäre eine noch größere Katastrophe für das griechische Volk als das jetzige Memorandum.”). Gregor Czisch gibt ihm auf Flassbeck Economics kontra: “Es ist zu fürchten, dass es für die Griechen im Euro kein Entrinnen aus einer fortwährenden Abwärtsspirale gibt. Im Euro stecken die Griechen in der Falle und man muss dringend nach Auswegen suchen, nicht nur um der Griechen Willen.”

http://www.flassbeck-economics.de/weltfremde-ausstiegsgegner/

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