Europa will aus der Griechenlandkrise nicht lernen

„Dieser zentrale Punkt betrifft den Schuldenschnitt, auf den der IWF und einige Europäer – gegen den Widerstand in Deutschland – immer lauter drängen. Griechenlands Staatsschulden werden im kommenden Jahr wohl auf 200 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen.

Es ist ein Irrglaube, die künftigen Zinszahlungen auf diese Schulden seien gering. Denn diese Zinsen sind meist an die Marktzinsen in der Eurozone gekoppelt. Wenn sich diese in den kommenden Jahren (hoffentlich) wieder normalisieren werden, wird Griechenland wohl mindestens fünf bis sechs Prozent Zinsen zahlen müssen. Zusammen mit den Tilgungen, die durch Stundungen meist erst von 2023 an anfallen, wird Griechenland dann wahrscheinlich jährlich mehr als 15 Prozent der Wirtschaftsleistung an Schuldendienst leisten müssen. Nach Konsens aller wäre das exzessiv und nicht nachhaltig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-krise-europa-will-nicht-lernen-kommentar-a-1091380.html

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