Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss und Spardiktat: Damit muss Schluss sein

“Egal, ob unser Finanzminister mal eben über demokratische Entscheidungen in Griechenland hinwegzieht und den Griechen ein Spar- und Reformprogramm ferndiktiert, für deren anders gelagerte und [weitaus – d. Red.] harmlosere Variante Deutschlands Wähler Gerhard Schröder in die Wüste geschickt haben, bevor es so weit kommen konnte – ganz abgesehen davon, dass es mittlerweile etliche solide Studien gibt, die belegen, dass so eine Politik alles nur schlimmer macht. Und wir uns damit selber schaden, weil wir noch länger auf unser Geld warten müssen.

Egal, der Deutsche (respektive sein Finanzminister) weiß es besser. Wir haben ja Erfolg. Und Erfolg gibt recht. Klappe!

Man braucht sich über Unmut nicht zu wundern, wenn Deutschland de facto zu den ersten Ländern zählte, die den Stabilitätspakt gebrochen haben (weil es inmitten von Stagnation und Reformwirren gar nicht anders geht, wenn man Wirtschaft und Volk nicht ruinieren will) – und jetzt aus demselben Deutschland fast täglich Belehrungen kommen, dass das in Frankreich oder Italien in vergleichbarer Lage nicht geht, weil das halt Schluderer sind. Was für eine Arroganz. Das ist dreist und frech zugleich.”

http://www.spiegel.de/wirtschaft/deutschlands-leistungsbilanzueberschuss-und-spardiktat-damit-muss-schluss-sein-kolumne-a-1145156.html

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